Definition. Eine Situation, in der der Wechsel von einem Anbieter zu einem anderen durch technische, vertragliche oder operative Hürden so teuer wird, dass er praktisch nicht passiert — auch wenn er strategisch sinnvoll wäre. Lock-in entsteht selten durch böse Absicht, sondern durch proprietäre Datenformate, exklusive APIs, fehlende Exportwege oder über Jahre gewachsene Integrationen.
Warum relevant. Lock-in wird im Mittelstand oft erst sichtbar, wenn ein Anbieter Preise erhöht, Funktionen abkündigt oder rechtliche Rahmenbedingungen sich ändern. Das Risiko früh zu kennen, ist günstiger als es später aufzulösen.
Verwandt. Digital Sovereignty, Open Source, European Cloud, Sovereign Infrastructure